FVA-Informationsveranstaltung mit über 600 Teilnehmern aus Industrie und Wissenschaft

FVA

Informationstagung 2017 - SonderNews Pressemeldungen

Jahreshöhepunkt der Antriebstechnik  

Würzburg, 30. Dezember 2016: Auf dem Jahrestreffen der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) vom 29. bis 30. November in Würzburg staunten und diskutierten über 600 Teilnehmer über Forschungsergebnisse und Trends in Maschinenbau und Automobilindustrie. In 52 Fachvorträgen wurde über die laufenden Forschungsprojekte berichtet, darüber hinaus fand eine begleitende Fachausstellung statt. Die Veranstaltung bot eine gute Möglichkeit, dass FVA-Netzwerk sowie die FVA-Aktivitäten kennenzulernen und vor allem Kontakte zu knüpfen und mit Antriebsexperten aus verschiedenen Branchen zu sprechen.

Digitale Herausforderung der Branche

In seiner Keynote berichtete Dirk Spindler, Schaeffler Technologies AG, von der „Digitalen Agenda“ seines Unternehmens. Schwerpunkte sind dabei die Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette und Schaffung neuer Produkte, Services und Geschäftsmodelle. Die Möglichkeiten und der Nutzen von Industrie 4.0 wurden mit dem Vortrag deutlich greifbar: So sind z.B. durch Zusammenführung von Betriebs- mit Konstruktionsdaten in einer „Service Cloud“ künftig nicht nur exaktere Aussagen zu Wartung und Austausch von Wälzlagern möglich, vielmehr können auch die Konstruktionen der Nachfolgergenerationen kontinuierlich optimiert werden.

„Industrie 4.0 stellt eine besondere Herausforderung für die Branche dar, wir werden das Thema in der FVA proaktiv angehen. Für kleine und mittlere Unternehmen ist es sehr wertvoll, diese Herausforderung in der FVA mit den Großunternehmen zu diskutieren und vorwettbewerbliche Forschungsprojekte durchzuführen“ stellt Bernhard Hagemann, stellv. Geschäftsführer der FVA fest.

Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung

Anlässlich der Jahrestagung der FVA wurde auch in diesem Jahr wieder der Hans-Winter-Preis für Spitzenforschung im Bereich der Antriebstechnik verliehen, der an Nachwuchswissenschaftler vergeben wird. Der diesjährige Preisträger Dipl.-Ing. Florian Dobler von der Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau der TU München konnte die Jury mit seiner Arbeit zu induktionsgehärteten Zahnrädern überzeugen und erhielt hierfür ein Preisgeld von 3.000,- Euro.

224 Forschungsprojekte in 2016 – 12,7 Mio. EUR Forschungsinvest

Insgesamt blickt die FVA auf ein erfolgreiches Jahr mit 224 laufenden Forschungsprojekten zurück, verbunden mit einem finanziellen Gesamtvolumen von 12,7 Millionen Euro. Auch die Elektrifizierung der Antriebstechnik gewinnt an Bedeutung. Die FVA verstärkt deshalb ihre Forschungsaktivitäten in diesem Bereich. Auf der diesjährigen Infotagung ist das Thema mit einer eigenen Session, „E-Motive und Geregelte Antriebe“ und mehreren Projekten vertreten.

Für die Praxis – FVA Workbench

Vorgestellt wurde auch die neue FVA-Workbench 4.5. Das Tool zur Getriebeberechnung, was die Forschungsergebnisse der FVA praxisgerecht umsetzt ist nun modular verfügbar und wurde stark verbessert. Nutzerfreundlich und stark anwendungsorientiert, stehen umfangreiche Element- und Berechnungsbibliotheken  zur Verfügung. Von den neuen Möglichkeiten der erweiterten Getriebedarstellung und der 3D-Animation konnten sich die Teilnehmer im Rahmen der Fachausstellung überzeugen.

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